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Neues Elektronenmikroskop
 
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Carl Zeiss SMT erhält Auftrag zur Entwicklung eines weltweit einzigartigen Höchstleistungs- Transmissions-Elektronenmikroskops.RTF-Dokumente
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Carl Zeiss SMT AG


Oberkochen, 23.02.2007.
Gemeinsam mit den Forschern vom Max-Planck- Institut für Biophysik in Frankfurt (Main) entwickelt der Geschäftsbereich Nano Technology Systems von Carl Zeiss SMT ein neuartiges Transmis- sions-Elektronenmikroskop für höchstauflösende Phasenkontrast-Abbildung biologischer Materia- lien. Das PACEM genannte System (für Phase Contrast Aberration Corrected Electron Microscope) soll mittels einer neuartigen Phasen- platte und eines Aberrationskorrektors die arte- faktfreie Abbildung biologischer Proben ermög- lichen und damit den Wissenschaftlern bislang nicht mögliche Einblicke in die molekulare und atomare Struktur biologischer Vorgänge und Wirkungsmechanismen bieten. Das Entwick- lungsprojekt steht im Rahmen der Excellence Cluster Initiative „Makromolecular complexes“ und der Einführung von Elite-Universitäten.

Prof. Werner Kühlbrandt, Direktor am Max-Planck- Institut für Biophysik und einer der Koordinatoren des Frankfurter Exzellenz-Clusters, hält diesen neuartigen Ansatz für einen der wichtigsten und vielversprechendsten in der fast 70-jährigen Entwicklungsgeschichte der Elektronenmikros- kopie. Mit diesem Projekt soll der lange ersehnte Traum der Elektronenmikroskopiker nach artefakt- freier Abbildung von biologischen Proben Wirklich- keit werden. Denn eigentlich sind biologische Präparate im Elektronenmikroskop nicht sichtbar. Nur durch eine starke Defokussierung der Elektro- nenlinsen lassen sich Bildkontraste erzeugen. Dies führt aber bislang zu unerwünschten Arte- fakten in der Abbildung, welche die Bildinforma- tionen stark beeinträchtigen.

Im Zuge jüngster Fortschritte in der Nanotechno- logie ist es möglich geworden, spezielle aus der Lichtoptik bekannte Phasenkontrastverfahren auf die Elektronmikroskopie zu übertragen. Dazu wird im Zuge des PACEM-Projekts eine elektrostati- sche Micro-Linse, eine sogenannte Phasenplatte, in die Brennebene des Mikroskops eingebaut. Hierdurch wird die bisher notwendige Defokus- sierung von Linsen obsolet gemacht und in Verbindung mit einem sogenannten Aberrations- korrektor wird die Schärfe der Abbildung und das Auflösungsvermögen signifikant gesteigert. Dr. Rasmus Schröder, maßgeblicher Entwickler der Phasenplatten-Mikroskopie am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt (Main), ist der Überzeugung, dass mit der Phasenplatte erst- malig in der Geschichte der Elektronenmikrosko- pie artefaktfreie Abbildungen biologischer Proben ermöglicht werden.

Carl Zeiss SMT und seine Partnerinstitute werden bei der Realisierung dieses für die Transmis- sions-Elektronenmikroskopie wegweisenden Projektes durch Fördermittel des BMBF unterstützt.


Bild-Download (JPG, 1.150 kB)
Bildunterschrift 1: Ein Prototyp des PACEM Systems beim Aufbau


Bild-Download (JPG, 365 kB)
Bildunterschrift 2: Detailansicht der Phasenplatte, hergestellt am Laboratorium für Elektronenmikroskopie and Center for Functional Nanostructures (CFN), Universität Karlsruhe (TH).
Photo: K. Schultheiß / D. Gerthsen

Markus Wiederspahn
Carl Zeiss SMT AG
Marketing
Tel.: +49 7364 20-2194
Fax: +49 7364 20-4970
E-Mail: wiederspahn@smt.zeiss.com


PI Nr.: 033/07 SE

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